Heiraten boomt in Kassel - Neue Rekordzahl 2017

Bürgermeisterin Ilona Friedrich gratuliert dem Brautpaar Alexander und Katharina Stephenson (v.l.). Es war die 1070. und damit letzte standesamtliche Trauung in 2017.

Neue Rekordzahl 2017 - Heiraten boomt in Kassel. Als die letzte Trauung des Jahres 2017 am Freitag, 29. Dezember, im Kasseler Rathaus stattfand, war auch Bürgermeisterin Ilona Friedrich dort und beglückwünschte das Brautpaar. Die frischgebackenen Eheleute, heute in Wiesbaden wohnend, aber beide in Kassel geboren, hatten sich für den besonderen Tag für ihre Heimatstadt entschieden. Heiraten in Kassel ist im Trend, nicht nur was den Ort, sondern auch was die Zahl der Eheschließungen anbelangt. Wiederum hat sich die Zahl der standesamtlichen Trauungen im Jahr 2017 erhöht, nachdem sie bereits im Jahr 2016 mit 1019 Fällen die höchste Zahl seit 1994 und damit Rekordhöhe erreicht hatte.

2017 nun kann das Standesamt sogar auf 1070 Eheschließungen verweisen. Zum Vergleich: In den Jahren zwischen 2001 und 2016 fanden im Schnitt 899 Eheschließungen pro Jahr statt. Die meisten Heiratswilligen zog es 2017 im Juli, August und Dezember zum Standesbeamten, die am wenigsten frequentierten Monate waren Januar und Februar. Was gibt es für Gründe für diese Steigerung? Neben einer offensichtlich wieder höheren Bereitschaft von Paaren eine Ehe einzugehen, sorgen auch die gleichgeschlechtlichen Ehen für einen neuen Boom im Standesamt. Der Leiter des Standesamtes, Frank Müsken, nennt als Voraussetzung die seit dem 1. Oktober 2017 existierende rechtliche Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, eine Ehe zu schließen.

Vor diesem Datum hatte diese Paare nur die Möglichkeit der Begründung einer Lebenspartnerschaft, die seit Oktober nun in eine Ehe umgewandelt werden kann. Auch dies geschieht in feierlicher Zeremonie. Und so hat das Standesamt seit dem 1. Oktober dieses Jahres 20 Ehen zwischen Männern und 19 Ehen zwischen Frauen geschlossen sowie 32 Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt. "Damit ist der bisherige statistische Mittelwert für ein Jahr innerhalb von 3 Monaten etwas mehr als verdoppelt worden. Nur 17 Lebenspartnerschaften sind zwischen 2001 und 2016 im Schnitt jährlich geschlossen worden", so Müsken. "Und es sind sicher auch die vielen besonderen Trauorte, die das Standesamt anbietet", meint die für das Standesamt zuständige Dezernentin, Bürgermeisterin Friedrich.

Denn nicht nur im Trausaal des Standesamtes im Rathaus, sondern auch in der GRIMMWELT Kassel auf dem Weinberg, im Planetarium in der Orangerie, im Thronsaal im Schloss Wilhelmshöhe, im Schloss Schönfeld, den Herkulesterrassen - einem Restaurant neben dem Herkules, im Botanischen Garten sowie zu Sonderterminen wie dem Valentinstag und der langen Standesamtsnacht kann man sich in Kassel das Ja-Wort geben. "Die Auslastung der Termine in den Außenstellen und bei Eventtagen liegt bei über 90 Prozent", so Standesamtschef Müsken.

Und die Liste wird immer noch erweitert. Im Jahr 2018 wird der Lutherturm als weiterer Ort hinzukommen, um, den Bund fürs Leben zu schließen. Achtung: Änderung! Ab dem 1.Januar 2018 ist eine Anmeldung zur Eheschließung allerdings nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung zu den Öffnungszeiten des Standesamtes möglich. Einen Termin kann man online unter www.stadt.serviceportal-kassel.de/eheschliessung oder telefonisch unter der Behördennummer 115 (ohne Vorwahl) reservieren.

Terminzeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr sowie Mittwoch 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr Hintergrund Bei 70 Prozent der Eheschließungen waren beide Partner vorher noch nie verheiratet. 80 Prozent bestimmen einen Ehenamen; 91 Prozent davon wählen dabei den Familiennamen des Mannes; nur 9 Prozent den Familiennamen der Frau. 173 der getrauten Paare wohnen nicht in Kassel, haben ihre Eheschließung beim Standesamt des Wohnortes angemeldet und dann in Kassel geheiratet. Weitere Informationen www.serviceportal-kassel.de/Termine/Traukalender. PM: documenta-Stadt Kassel

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