Wolf "Kurt" aus dem Münsteraner Rudel ist tot.

Der als "Kurti" bekannt gewordene Wolf aus dem Munsteraner Rudel ist tot. Wie das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstagmorgen bekannt gab, ist das Tier am Mittwochabend im Heidekreis erschossen worden.

Es ist das erste Mal seit der Wiederansiedlung der Wölfe, dass ein Wolf in Deutschland auf Anordnung der Behörden gezielt getötet wurde. Das Ministerium äußert sich zum Tod des Wolfes bei einer Pressekonferenz - NDR.de zeigt sie live. Naturschutzverbände äußern Bedauern und Verständnis.
In einer gemeinsamen Erklärung äußerten sich die Naturschutzverbände IFAW, NABU und WWF zum Abschuss des Wolfs.

Die Verbände drückten darin ihr Bedauern, aber auch ihr Verständnis für die Entscheidung des Umweltministeriums aus. "Die dauerhafte Rückkehr des Wolfs nach Deutschland ist nur mit der breiten Akzeptanz der Bevölkerung möglich. Es muss daher vermieden werden, dass einzelne auffällige Wölfe die Akzeptanz der ganzen Art gefährden.
Auch muss verhindert werden, dass ein auffälliger Wolf sein Verhalten an den Nachwuchs weitergibt und somit möglicherweise ein ganzes Rudel auffälliges Verhalten zeigt, so die Verbände. "Gehege wäre Tierquälerei" Der Rüde mit der Kennung "MT6" war als sogenannter Problemwolf bekannt geworden, weil er sich immer wieder auffällig verhalten und Menschen genähert hatte.
Diese Nähe ist ihm jetzt zum Verhängnis geworden. Ursprünglich sollte der Wolf in das Wisentgehege in Springe (Region Hannover) gebracht werden. In Abstimmung mit dem neuen Wolfsberatungszentrum auf Bundesebene fiel die Entscheidung gegen die Unterbringung in einem Gehege, teilte das Ministerium mit. Die potenziellen Auffangstationen, das Wolfscenter in Dörverden und der Naturpark Lüneburger Heide, hatten sich - ebenso wie das Gehege in Springe - gegen eine Unterbringung ausgesprochen.
Es sei Tierquälerei, ein wildes Tier in ein Gehege zu sperren, begründeten die Tierparks ihre ablehnende Haltung. Quelle: NDR1 Niedersachsen

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