„Verlorene Nachbarn, gewonnene Nachbarn: Migration auf dem Dorf“

Bild:Erzählcafé Goldschmidt Familie „Verlorene Nachbarn, gewonnene Nachbarn: Migration auf dem Dorf“ Eröffnung der neue Ausstellung im LandMuseum Wülmersen 

Im Rahmen des Internationalen Museumstages am Sonntag, 13. Mai 2018 um 14:00 Uhr eröffnet Landrat Uwe Schmidt die neue Jahresausstellung im LandMuseum Wülmersen. In diesem Jahr steht unter dem Titel "Verlorene Nachbarn, gewonnene Nachbarn: Migration auf dem Dorf" die wechselvolle Geschichte von freiwilligem und erzwungenem Zu- und Wegzug im ländlichen Raum im Mittelpunkt der Ausstellung. Passend zum Titel der Ausstellung stellt Fatmir Alili aus Lohfelden zur Ausstellungseröffnung die Arbeit des Ausländerbeirates vor, der die Interessen aller ausländischen Einwohner im Landkreis Kassel vertritt.

Museumsleiterin Dorothea Fellinger gibt eine Einführung in die Ausstellung. Larissa Degner aus Hofgeismar begleitet mit drei Schülerinnen der Musikschule Hofgeismar die Eröffnung musikalisch. Das Café "Mehlschwalbe" sorgt mit regionalen Köstlichkeiten für das leibliche Wohl der Gäste. In der Ausstellung wird anhand von 26 persönlichen Portraits ein Blick auf dreihundert Jahre Geschichte der Migration im Dorf geworfen. "Lebendiges Dorfleben wird von gelebter Nachbarschaft geprägt. Die Menschen wohnen nicht nur Tür an Tür.

Beispielfoto aus der Ausstellung:Erzählcafé Schrage Pfitzer

Man lebt miteinander in dörflicher Gemeinschaft, achtet aufeinander und hilft sich gegenseitig", betont Landrat Schmidt. Auch wenn persönliche Nähe nicht "immer von allen Dorfbewohnern gleichermaßen geschätzt" wird, gehört sie doch zu den Vorteilen des Landlebens. Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist, wie in den Städten, bereits seit längerem nicht mehr so homogen. Soziales Leben unterliegt Veränderungen - Migration gehört dazu. Menschen wanderten und wandern in Folge von Kriegen, religiöser und politischer Verfolgung oder wirtschaftlicher Armut.

Die Auswirkungen waren und sind auch in den Dörfern unmittelbar zu erfahren, obwohl hier die Veränderungsprozesse im Vergleich zur Stadt in geringerem Maße stattfinden. Die Nachbarschaft verändert sich durch Hinzugekommene oder Weggezogene. Den Verlusten stehen durch die Veränderung neue Chancen gegenüber. Dafür braucht es Geduld und Bemühen, denn manchmal dauert es Generationen, bis die vollkommene Integration erfolgt ist.

Beispielfoto aus der Ausstellung: Familientreffen in Schöneberg 1999

Schaut man auf dreihundert Jahre nordhessische Geschichte, sieht man die Zuwanderung der Hugenotten, den Verlust der Amerika-Auswanderer, die Vertreibung jüdischer Mitbürger, die Aufnahme von Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern, kulturelle Impulse durch Neubürger, die als "Gastarbeiter" gekommen und geblieben sind und natürlich auch die aktuelle Aufnahme von Flüchtlingen. "Der Kontakt zum Nachbarn ist immer ein persönlicher. Dementsprechend zeigt die Ausstellung mit Fotografien und Exponaten persönliche Geschichten auf dem Hintergrund allgemeiner Ereignisse", erläutert Museumsleiterin Fellinger.PM:Landkreis Kassel

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