Hessische Kulturstiftung fördert den Ankauf der 400-­teiligen Sammlung von Fuchs

Stahlstich: Reineke wird angeklagt Johann Wolfgang von Goethe, Reineke Fuchs, mit Zeichnungen von Wilhelm von Kaulbach, 1846/1847

Mit einem Beitrag von 40.000 Euro finanziert die Hessische Kulturstiftung zusammen mit dem Hessischen Museumsverband und der Stadt Arolsen den Ankauf von 400 Objekten zum Motiv des Reineke Fuchs aus der Privatsammlung Friedrich von Fuchs

für das Museum Bad Arolsen.Mit dem Ankauf von Gemälden, Grafiken und Gegenständen der angewandten Kunst erhält das Museum einen bedeutenden Zuwachs für die Sammlung von Werken des in Arolsen geborenen Künstlers Wilhelm von Kaulbach und seinen populären Illustrationen zu Johann Wolfgang von Goethes „Reineke Fuchs“. Über 50 Jahre lang sammelte der frühere Goldschmied Friedrich von Fuchs ausschließlich hochwertige und ausgefallene Objekte der freien und angewandten Kunst, darunter Holz-­‐ und Elfenbeinschnitzereien, Porzellane und Bücher, zur Figur des genialen Lügenerzählers Reineke Fuchs.

Noch bis vor wenigen Jahren präsentierte der Sammler seine Objekte in seinem Privatmuseum in Linden bei Gießen. Neben den Seltenheitswerten einzelner Objekte erhalten jene Sammlungsteile für das Museum Bad Arolsen eine besondere Bedeutung, die Motive der Illustrationen Wilhelm von Kaulbachs umsetzen. 1840 wurde Kaulbach vom Verleger Georg von Cotta beauftragt, die Neuauflage der bekannten literarischen Bearbeitung des mittelalterlichen Versepos „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe zu bebildern.


Der spätere bayerische Hofmaler und Akademiedirektor von Kaulbach setzte sich darin auf humoristische Weise mit seinen Zeitgenossen des Biedermeier auseinander. Die 1846 erschienene Ausgabe war ein großer Publikumserfolg; Kaulbachs Motive wurden von Malerkollegen vielfach kopiert und auf Objekten der Alltagskultur wie Schachfiguren, Papiertheater, Pfeifenköpfen, Briefbeschwerer u. a. umgesetzt.

Mit dem Ankauf dieser großvolumigen Sammlung konnte erfolgreich die Überführung eines Privatmuseums in eine öffentliche Sammlung begleitet werden. Der motivspezifische Buchbestand der Sammlung von Fuchs wurde bereits an die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar überführt, darunter befindet sich auch eine Erstausgabe von Goethes „Reineke Fuchs“ aus dem Jahr 1794. Am Freitag, den 27. April, um 19 Uhr eröffnet die Sonderausstellung „Wilhelm von Kaulbach – Goethes Reineke Fuchs.
Die Sammlung Friedrich von Fuchs“ im Schloss Arolsen, die bis zum 8. Juli zu sehen ist.

PM: V. i. S. d. P.: Eva Claudia Scholtz, GF Luisenstraße 3 (Hinterhaus) 65185 Wiesbaden Tel. (0611) 585 343 40 Fax (0611) 585 343 55 E-­‐Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! http://www.hkst.de

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