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Von„The Parthenon of Books“ in die Stadtbibliothek Kassel

Von „The Parthenon of Books“ in die Stadtbibliothek Kassel – Verbotene Bücher als Präsenzbibliothek Verbotene Bücher von The Parthenon of Books der documenta 14 werden in die Stadtbibliothek Kassel übernommen.

Vollendet war der Büchertempel „The Parthenon of Books“ auf dem Kasseler Friedrichsplatz, als die argentinische Künstlerin Marta Minujín am Samstag, 9. September, das letzte Exemplar anbrachte. Am folgenden Tag ging das documenta-Werk mit der beginnenden Abhängung der Bücher wieder in die Auflösung über. Die rund 70 000 Buchexemplare mit etwa 3500 unterschiedlichen Titeln werden nun verteilt. Doch ein Teil, 2000 Exemplare, dieser einst oder gegenwärtig verbotenen Bücher wird als Erinnerung und fortbestehende Mahnung in der Stadtbibliothek Kassel bleiben. Hunderte sorgfältig ausgewählter Titel sollen mit der Eröffnung der Stadtbibliothek in neuen Räumen voraussichtlich ab Ende März 2018 als Präsenzbibliothek zur Verfügung stehen. „Unser Ziel ist es, eine möglichst große Vielfalt der Titel in möglichst vielen unterschiedlichen Sprachen zu präsentieren. Sie werden in den Katalog der Bibliothek aufgenommen, ergänzt durch Angaben zu den Gründen, den Orten und den Zeiten ihrer Verbote“, sagte Kassels Kulturdezernentin Susanne Völker. Dabei werde eine Kooperation mit der von Prof. Dr. Nikola Roßbach geleiteten Validierungsgruppe der Universität Kassel erwogen. „Wir möchten in Kassel so die Erinnerung an dieses großartige und vielbeachtete Kunstwerk der documenta 14 erhalten. Wir wollen aber auch die Botschaft wach halten, dass die Freiheit des gedruckten Wortes zu keiner Zeit, an keinem Ort je eine Selbstverständlichkeit war und ist“, so Völker. Jeweils 600 Bücher vom Parthenon können abwechselnd präsentiert werden, erläuterte der Leiter der Stadtbibliothek, Knut Hoffmann. Sie werden alle Vierteljahre gewechselt, begleitet durch thematisch passende kleine Veranstaltungen und Programme. Flug durch das Parthenon in der Virtual Reality Ferner laufen Vorbereitungen, um in der städtischen Bibliothek eine Virtual Reality Station einzurichten, die einen Flug über und durch das Pantheon per VR Brille ermöglicht. Die selbstentwickelte Visualisierungs-Software TOPOREAL der Firma TOPOTWIN, einem Startup ansässig im Science Park Kassel, bietet diese Möglichkeit den „digitalen Zwilling“ des echten Parthenons wie in der Realität zu erleben. „Wir haben das Parthenon der Bücher mit modernster Technik und einem von uns entwickeltem Workflow digitalisiert, um es auch für zukünftige Generationen zu erhalten.“ sagte Geschäftsführer Carsten Werner. Mit der Künstlerin sei vereinbart, dass es weltweit maximal nur vier Orte geben wird, an denen diese Visualisierung des Parthenons zu sehen ist. „Kassel ist damit ein exklusiver Standort“, fügte Kulturdezernentin Völker hinzu. Ferner besteht auch die Möglichkeit eines limitierten 3D-Ausdrucks des digitalisierten Parthenon of Books. TOPOTWIN hatte in dieser Woche die entsprechenden Verträge mit der Künstlerin Martha Minujín geschlossen. PM:documenta-Stadt Kassel

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