Museums für Sepulkralkultur

Anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens des Museums für Sepulkralkultur in Kassel wird dort heute am 31.08.2013 um 19:30 Uhr die Jubiläumsausstellung SCHWARZ eröffnet. Schwarz ist das Fehlen von Farbe und die Abwesenheit von Licht.

Diese Farbe die eigentlich keine Farbe ist stellt in weiten Teilen des christlichen Abendlandes ein Synonym für Trauer dar. Zum Zeichen der Trauer und der Wertschätzung um einen Verstorbenen wird schwarze Kleidung angelegt zumindest während der Trauerzeremonie. Noch heute ist es ,allerdings nicht mehr ausnahmslos, üblich das die den Verstorbenen nahestehenden, insbesondere erwachsene, weibliche Familienangehörige mindestens ein Jahr lang diese Trauerkleidung tragen. Nach Ende des Trauerjahres wird teilweise noch Halbtrauer angelegt ,man mischt die SCHWARZE Kleidung mit dezenten, weißen Anteilen. Vor noch wenigen Jahrzenten trugen die Witwen besonders in ländlichen Regionen dieses sogenannte Witwe in SCHWARZ bis an ihr Lebensende. Den Begriff SCHWARZ verbinden wir auch mit Unglück und unheilvollen Begebenheiten. Nicht umsonst reden wir vom.„ SCHWARZEN Tag“ oder dem Spruch „da sehe ich SCHWARZ“, in der SCHWARZEN Magie, in dem“ SCHWARZEN Mann“ und den SCHWARZEN Künsten. Eine besondere ins Makabere abgleitende Form des Humors wird als SCHWARZER Humor bezeichnet. Doch SCHWARZ steht auch für andere Dinge ,beispielsweise für Exklusivität, in Noblesse und Eleganz. In der Mode war Jahrzehnte lang „das kleine SCHWARZE“ ein absolutes Muss in jedem weiblichen Kleiderschrank. Insbesondere Künstler zeigen eine Vorliebe für SCHWARZE Kleidung, SCHWARZ ist ebenfalls eine Farbe der Subkultur. Auch in der Malerei spielte Schwarz eine bedeutende Rolle und wurde erst durch die leicht-en, flirrenden und leuchtenden Bilder der Impressionisten zurückgedrängt. Doch die Zeiten haben sich geändert in den Trauerhallen landauf, landab mischen sich bunte-re Töne sowohl in akustischer wie auch in optischer Form unter das Trauer SCHWARZ. Sergeant Pepper oder Jailhouse Rock statt Trauermarsch, Luftballons auf dem Friedhof, bunt gestylte Särge und Champagner statt Bohnenkaffee und Bienenstich. Das Museum für Sepulkralkultur in Kassel ist vielleicht noch ein Geheimtipp in der Museumslandschaft und auf jeden Fall einen Besuch wert. Quelle : Museums für Sepulkralkultur Kassel.

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