Kassel /Advent und Weihnachtszeit

Der Nikolaustag:Wohl kaum ein Heiliger wird noch heute so universal und mit so viel guter Laune gefeiert wie der Heilige Nikolaus. Er ist der Schutzheilige sowohl der Seeleute als auch der Schüler doch am bekanntesten, weil er den Kindern im Dezember kleine Geschenke bringt.

Vom 6.Dezember,dem St.-Nikolaustag an, stellen sie dann ihre Schuhe oder Stiefel auf ein Fensterbrett, vor die Tür oder an den Kamin. Manche Eltern, die es ganz echt machen wollen, stellen ihre eigenen Schuhe daneben.Was wird am nächsten Morgen drinnen sein eine Rute oder etwas Süßes?

Hier in Kassel ist am Nikolaustag für Kinder noch eine schöne, aus früheren Zeiten stammende  lokale Tradition erhalten geblieben ,der sogenannte Clowesabend .Schon einige Zeit vorher werden in den Läden Pappmachè Masken in verschiedenen Ausführungen verkauft. Sobald am 6. Dezember spätnachmittags die Dämmerung einsetzt ziehen sie los, die Clöbesse ,die Kleinen mit der Mamma oder Oma ,die Großen in Gruppen

In mancherlei Verkleidung und Mummenschanz mit einem Stoffbeutel in der Hand gehen  sie dann von Geschäft zu Geschäft und von Haus zu Haus und erbitten Süßes.Doch die Süßigkeiten bekommen sie nicht ohne eine kleine Gegenleistung, der Süßigkeiten Spender erwartet einen Clowes Vers , erst wandern Lutscher ,Schokolädchen und andere Naschereien in den Stoffbeutel des Clowes. (INJA)

Ein typischer Clowes Vers für die Kleineren lautet : Ich bin ein kleiner Frosch
                                                                                 gib mir`n Grosch
                                                                                 gib mir`n Stückchen Speck
                                                                                 dann hüpf ich wieder weg

Das Weihnachtsfest: Wenn man Kinder in unserem Lande fragt, was für sie zum Weihnachtsfest gehört, dann werden sie zunächst wohl ,Geschenke, der Weihnachtsmann, oder der Tannenbaum antworten.
Mit Sicherheit kommt dann aber auch bald, das Weihnachtsgedicht, die Weihnachtsgeschichte, das Weihnachtsmärchen. Denn solange wie Weihnachten ein Familienfest bleibt, solange wird man hier den Kindern Geschichten und Märchen vorlesen, mit ihnen zusammen Gedichte aufsagen.
Wie Lichterglanz und Festtagsbraten so sind auch sie ein fester Bestandteil unserer Weihnachtlichen Tradition. Daran hat auch das Fernsehen oder der Flug zum Mond oder das Internet nichts geändert.
Wo immer Menschen unseres Kulturkreises Weihnachten feiern, da wird man die alten Geschichten und Kinder hören - Erzählungen und  Verse, die zum Teil schon unsere Urgroßväter und Mütter kannten.
                      

Weihnachtsbäckerei :Zwei Rezepte 
Butterplätzchen
Zutaten:250 g Mehl                    
150g Puderzucker                        4-6 tropfen  Vanille-Butter Aroma
1 Prise Salz                                 1 Ei
1 Prise Ingwerpulver                    1 Eigelb
1 Prise gemahlene Nelken             180g Butter
1 Tl. Zimt                                    bunte kandierte Kirschen
200g Kokosraspeln                       gehackte Nüsse 

Mehl,Puderzucker, Salz, Gewürze, Kokosraspeln, Backaroma, Ei, Eigelb und Buttert gut verkneten. Den Teig etwa eine Stunde kalt stellen. Danach dünn ausrollen. Halbmonde und Sterne ausstechen.
Auf ein gefettetes Blech setzen, mit verquirltem Eigelb bestreichen und mit kleingeschnittenen kandierten Kirschen und gehackten Nüssen verzieren. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 10 bis 15 Minuten backen.

Zutaten:Haferplätzchenkekse
125g Butter                                  100g Zucker
250g Haferflocken (kernige)           1 Päckchen Vanillinzucker
250g Datteln ( getrocknet)             1/2 tl. Backpulver
2 Eier                                           Fett für das Backblech

Butter erhitzen, die Haferflocken unterrühren, dann abkühlen lassen. Datteln entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Eier, Zucker, Vanillezucker und Backpulver miteinander verrühren, Datteln und Haferflocken zugeben alles gut vermengen und mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen und ein gefettetes Backblech setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad 15-20 Minuten backen.


Ein Gedicht von Ernst von Wildenbruch (1845-1909)

Christkind im Walde

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

                                                                                               

                                                                         

 

 

 

 

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